Workshop und Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit der vhs-Heilbronn

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Wa(h)re (Volks-)Musik, Vortrag
Mittwoch, 10. Juni 2009, 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr
Referent: GProf. Alfons Scheirle
Kurs: K207A06

Wird heutzutage aufgeführt, was Menschen (angeblich) hören wollen oder sind Künstler nicht auch dazu verpflichtet, das Publikum an Musik heranzuführen, die nicht populär ist? Kann es sein, dass aus dem ideellen Wert immer ein materieller Nutzen wird ….?
Gedanken zur Entstehung und Abgrenzung von Musik aus den verschiedenen Schichten und in verschiedenen Zeiten, ihre Verwendung und Verbreitung, dargestellt an Beispielen in Musik und Text – gesprochen, gesungen, gespielt.

Zur Person:
Alfons Scheirle, geb. 1934, studierte Schulmusik, Geschichte und Musikwissenschaft und
war als Musikerzieher am Friedrich-Schiller-Gymnasium Fellbach und in verschiedenen Funktionen innerhalb der Schulverwaltung tätig.
Seit über 50 Jahren ist er Chorerzieher und mehr als 40 Jahre im Schwäbischen Chorverband als ein führender Musiker für viele Bereiche zuständig. Er wurde 2008 zum Ehrenbundeschorleiter ernannt. In vielen Schulungen, Referaten und Veröffentlichungen setzte er sich mit dem Chorwesen und dem Singen auseinander.
Wichtig ist für ihn das kritische Hinterfragen und die Bewertung unserer eigenständigen Musik einst und heute.

Workshop
„That’s Rhythm“

Montag, 15. Juni 2009, 19.00 bis 21.30 Uhr
Leiter: Marcel Dreiling

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Off-Beat, Rhythmusgefühl und Choreographie – leicht gemacht und ansprechend

Das war das Ergebnis des zweiten Vortrags in der Reihe „Singen und Stimme“ der vhs Heilbronn im Rahmen des Chorfestes. Marcel Dreiling hatte mit 40 Sängerinnen und Sängern ein engagiertes Publikum, das den Singübungen und Liedern begeistert folgte.

Der Workshop begann wie eine Chorprobe: mit Einsingen. Zwei größere Chorgruppen aus Heilbronn Böckingen und Talheim und einige Einzelsänger/Innen lernten ihre Resonanzkörper wahrnehmen und ehe man sich versah, waren alle angesteckt von der humorvollen Vortragsweise von Marcel Dreiling. Lachen und Begeisterung wurden zu den Begleitern des Abends.

Off-Beat – mit einem einfachen Klatschsystem machte Dreiling diese betonende Singweise jedem anschaulich – wurde verstanden und dem praktischen Teil stand somit nichts im Weg. Insgesamt sieben Lieder und Kanon wurden im Ansatz einstudiert. „Un poquito cantas“ und „Stand still, Jordan“ zeigten den Anwesenden, wie relativ leicht der Off-Beat umzusetzen ist. Doch der Verbandschorleiter des SCV setzte noch eins drauf – Choreographien, die jeder selber in einem Songteil umsetzen durfte, bereicherten um ein Weiteres das einstudierte Stück. Vom Blatt singend ertönten einige Kanons, die Texte des Alltags zum Inhalt hatten. Das Singen war so begeisternd, dass Passanten durch Fenster schauten, die an der VHS vorbeiliefen. Viel zu schnell ging der Vortrag zu Ende. Frei nach dem Motto: in der Kürze liegt die Würze: jeder nahm nicht nur Noten mit nach Hause – neue Impulse, Ideen und vor allem ein Neues-Sich-beim-Singen erleben begeisterte die Anwesenden. Summend, klatschend und schnippend verabschiedeten sich die Teilnehmer – doch zuvor wurde Marcel Dreiling mit langem Applaus bedacht und bedankt für diesen gelungenen Abend.

Vortrag
Nachhaltigkeit durch Persönlichkeitsbildung – singende Kinder von heute
als Publikum und Sänger unserer Chöre von Morgen

Mittwoch, 17. Juni 2009, 19.00 bis 20.30 Uhr
Referent: Prof. Robert Göstl, Hochschule für Musik, Köln
Kurs: K207A08

Dieser Vortrag skizziert die Vision einer Kinderchorarbeit, die den
singenden jungen Menschen und seine persönliche Entwicklung in den
Mittelpunkt stellt. Solchermaßen geprägte Persönlichkeiten werden aktiv
oder passiv das Singen als grundlegendes Bedürfnis und „musikalisches
Grundrecht“ des Menschen unterstützen und weiter tragen. Grundlegende
Überlegungen werden dabei ins Verhältnis zur praktischen Umsetzbarkeit
gestellt – so sollen die Zuhörer gleichermaßen tief wie hoch motiviert
in die tägliche Begegnung mit singenden Kindern und Jugendlichen
entlassen werden.

Zur Person:
Robert Göstl (*1969) studierte Kirchenmusik in Regensburg und Chorleitung an der Hochschule für Musik in Würzburg (Jörg Straube). Von 1996 bis 2005 leitete Robert
Göstl die Vorchöre und war musikalischer Leiter der Grundschule der
Regensburger Domspatzen. Nach Lehraufträgen an der Fachakademie für
kath. Kirchenmusik Regensburg und an der Hochschule für Musik in
Würzburg bilden eine umfangreiche Referenten- und Jurytätigkeit in den
Bereichen Chorleitung, Kinderchorleitung und Stimmbildung sowie die
Tätigkeit als Autor („Singen mit Kindern“ und zwei Bände des
„Chorleitfaden“ mit DVD, beides ConBrio, Regensburg ) und Dirigent die
Schwerpunkte seiner freiberuflichen Tätigkeit in Deutschland und dem
benachbarten Ausland. Zum Sommersemester 2008 erfolgte seine Berufung
zum Professor an die Hochschule für Musik in Köln.

Workshop

Anti-Aging für die Stimme
Samstag, 20. bis Sonntag, 21. Juni 2009, Beginn Samstag,10.00 Uhr, Ende Sonntag 12.00 Uhr
Dozentin: Prof. Elisabeth Bengtson-Opitz
Kurs: K207A09

Anti-Aging steht für ein gesangspädagogisches Konzept mit dem Ziel, die Stimme lebenslang fit und leistungsfähig zu erhalten. Der Workshop wird in Kooperation mit der Sporttherapeutin Sophie Opitz durchgeführt, die sich auf Körper und Haltung beim Singen spezialisiert hat.
Zielgruppe: Chorleiter, Gesangspädagogen, engagierte Chorsänger, Musikstudierende, Musiklehrer
Kursmaterial: Handbuch „Anti-Aging für die Stimme“

Zur Person:
Prof. Elisabeth Bengtson-Opitz wurde in Schweden geboren. Sie studierte zunächst moderne Fremdsprachen in ihrer Heimatstadt Göteborg und anschließend Gesang an der Hochschule für Musik in Freiburg i. Br. bei Prof. Horst Günter.
Nach Abschluss des Studiums folgten Engagements in Süddeutschland. Den Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens legte Elisabeth Bengtson-Opitz auf den Liedgesang. Schon seit Beginn des Studiums interessierte sie sich für methodisch-didaktische Fragen und schloss sich verschiedenen Stimmforschungsgruppen an. Ihr Interesse galt dem Bestreben, neue Erkenntnisse über die Funktion der Stimme in die Unterrichtsmethoden zu integrieren.
1988 wurde Elisabeth Bengtson-Opitz zur Professorin für Gesang und Gesangsmethodik an der Universität der Künste in Berlin ernannt. 1993 folgte sie dem Ruf an die Hochschule für Musik und Theater, Hamburg, ebenfalls für die Fächer Gesang und Gesangsmethodik.
Mit dem System „Anti-Aging für die Stimme“ arbeitet sie seit acht Jahren.

Vortrag
Thema: Die Stimme – wie funktioniert eigentlich die Stimmerzeugung

Mittwoch, 24. Juni 2009, Beginn 19.00 Uhr, Dauer 1,5 Stunden
Referent: Dr. Matthias Echternach, Freiburger Institut für Musikermedizin
Kurs: K207A09

Wo und wie wird Stimme erzeugt? Was muss man beachten, um die Stimme „fit“ zu halten? Was tun, wenn es Stimmprobleme gibt?

Zur Person:
Dr. Matthias Echternach ist als HNO- Arzt im Institut für Musikermedizin in der Diagnostik und Behandlung der Patienten mit Stimmstörungen tätig. Hier liegt einer seiner Schwerpunkte auf der Phonochirurgie. Seine Forschungsschwerpunkte sind Änderungen der Stimmfunktion im Hinblick auf die Stimmregister, hormonelle Einflüsse auf die Stimmfunktion, Lampenfieber bei Sängern und, Intubationsschäden im Kehlkopf.
Künstlerisch erhielt er seine erste sängerische Ausbildung im Knabenchor Hannover und später Gesangsausbildung bei Peter Sefcik und Winfried Toll. Derzeitig singt er neben solistischen Tätigkeiten als Tenor in verschiedenen international anerkannten Ensembles wie dem Kammerchor Stuttgart (Frieder Bernius), Kammerchor Saarbrücken (Georg Grün) und der Camerata vocale Freiburg (Winfried Toll).

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